Atom und Kohle morgen nicht mehr wettbewerbsfähig

6. Juli 2017: Wind- und Sonnenenergie werden spätestens 2030 in allen G20-Ländern die günstigste Form der Stromerzeugung darstellen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Umweltorganisation Greenpeace hervor. Untersucht wurden die Stromerzeugungskosten von erneuerbaren im Vergleich zu fossilen Energien in allen G20-Staaten. Ergebnis: In rund der Hälfte der Staaten sind erneuerbare bereits seit 2015 günstiger oder gleich teuer wie Strom aus Kohle- und Atommeilern. Bis 2030 werden Windräder und Solaranlagen in allen Ländern den günstigsten Strom liefern. 

"Klimaschutz wird in den G20 immer wirtschaftlicher", sagt Greenpeace-Energieexperte Tobias Austrup. Zugleich sei dies ein Signal zum raschen Ausbau der Erneuerbaren an die Teilnehmer des heute beginnenden G20-Gipfels. "Wer heute noch Geld in Kohlemeiler und Atomkraftwerke steckt, investiert in eine Technik, die morgen nicht mehr wettbewerbsfähig ist", sagt Austrup. Die Investitionen in neue Kraftwerke folgen weltweit bereits dieser Kostenentwicklung. 2016 ist nach UN-Angaben doppelt so viel in erneuerbare Anlagen investiert worden wie in konventionelle Kraftwerke. Seit 2015 sinkt der Anteil der Kohle an der Energieversorgung der Länder, nachdem er zuvor stagnierte. Dies sei der Anfang vom Ende der Kohle, heißt es bei Greenpeace.