Das ändert sich 2017

2. Januar 2017: Mit dem neuen Jahr treten einige Änderungen für Energieerzeuger und Verbraucher, für Bauherren und Hausbesitzer in Kraft. Hier ein Überblick der wichtigsten Neuregelungen. 

Ausschreibungen für Ökostrom 

Die Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energien wird seit dem 1. Januar 2017 nicht mehr einheitlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen am Markt ermittelt. Die Bundesregierung begründet diesen Schritt damit, dass Erneuerbare Energien erwachsen geworden seien und fit genug, sich im Wettbewerb zu behaupten. 

Effizienzlabel für alte Heizungen 

Bereits 2016 wurde das nationale Energie-Effizienzlabel für Bestandsheizungen eingeführt. Seit diesem Jahr müssen Heizungen, die älter als 15 Jahre sind, verbindlich ein solches Label tragen. Die Schornsteinfeger sind verpflichtet, alle nicht gekennzeichneten Geräte zu etikettieren. Diese Kennzeichnung soll Verbraucher über den jeweiligen Effizienzstatus ihrer Heizung informieren. Hintergrund: Der Heizungsbestand in Deutschland ist überaltert. Drei von vier Heizungen entsprechen nicht dem Stand der Technik.

Digitale Stromzähler kommen

Bei allen Stromkunden, die mehr als 6.000 Kilowattstunden Strom pro Monat verbrauchen, müssen ab diesem Jahr intelligente digitale Stromzähler eingebaut werden. Die Verbrauchsdaten werden per Internet direkt an die Netzbetreiber gesendet. Ab 2020 sollen die intelligenten Stromzähler auch bei Privatkunden mit geringerem Verbrauch eingebaut werden.

Wattbeschränkung für Staubsauger

Ab September 2017 dürfen entsprechend der EU-Ökodesign-Richtlinie nur noch Staubsauger verkauft werden, die eine maximale Leistung von 900 Watt haben. Keine Sorge: Verbraucher müssen deshalb in Zukunft nicht dreimal solange saugen. Tests der Stiftung Warentest haben gezeigt, dass es darauf ankommt, dass Gerät und Düse gut konstruiert und auf einander abgestimmt sind. Dann könne auch mit geringerem Stromverbrauch eine hohe Saugkraft erzielt werden. 

Alte Öfen müssen ausgetauscht werden

Alte Kamine und Öfen, die vor 1985 gebaut wurden, müssen 2017 entweder nachgerüstet oder komplett ausgetauscht werden. Ansonsten müssen solche alten Öfen und Kamine zum 1.1.2018 wegen zu hoher Schadstoffwerte stillgelegt werden.