Das deutsche Stromnetz ist sicher

11. September 2017: Das deutsche Stromnetz zählt zu den sichersten in Europa, trotz des Neuanschlusses Zehntausender Wind- und Sonnenstromerzeuger. Das geht aus aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur und des europäischen Verbandes der Regulierungsbehörden CEER hervor. Dass die Energiewende die Stromnetze destabilisiert, ist reine Schwarzmalerei. 

Durchschnittlich gab es in Deutschland im Jahr 2016 Unterbrechungen durch Störungen von 12,8 Minuten pro Verbraucher. Damit lag dieser Wert auf dem Niveau des Vorjahres. Und das, obwohl Zehntausende Windenergie- und Fotovoltaikanlagen neu ans Stromnetz angeschlossen wurden. Die Stromversorgung laufe auf einem "konstant hohen Niveau", zitiert das Handelsblatt Netzagenturchef Jochen Homann. Die 860 Netzbetreiber meldeten 2016 gut 172.000 Unterbrechungen mit einer Dauer von mehr als drei Minuten. Ursachen für solche Unterbrechungen können Stürme, Blitzeinschläge, defekte Kabel oder auch Fehlbedienungen sein. 

Laut Vergleichszahlen des europäischen Verbandes der Regulierungsbehörden CEER ist das deutsche Stromnetz extrem sicher im Vergleich zu anderen Ländern. Die Zahlen der Regulierungsbehörden beziehen sich auf das Jahr 2014. Damals lag die Gesamtdauer der Stromunterbrechungen mit knapp 12,3 Minuten ähnlich hoch wie im vergangenen Jahr. Besser war nur Dänemark mit 11,5 Minuten. Zum Vergleich: In Frankreich waren es seinerzeit 50 Minuten, in Großbritannien 53 und in Malta sogar 570 Minuten Unterbrechung pro Jahr und Verbraucher.