Klimawandel beeinflusst Flugverkehr

14. Juli 2017: Im vergangenen Monat mussten am Flughafen Phoenix im US-Bundesstaat Arizona Flüge wegen Hitze gestrichen werden. Die Temperaturen kletterten auf bis zu 48 Grad Celsius. Hitzewellen können den Flugverkehr massiv stören. Eine US-Forscher-Gruppe hat jetzt errechnet, welche Auswirkungen der Klimawandel auf Flugreisen haben kann.

Der konventionelle Luftverkehr hat erhebliche Einflüsse auf den Klimawandel, und der Klimawandel auf den Luftverkehr. Weltweit steigende Temperaturen mit extremen Hitzewellen können dazu führen, dass Fluggesellschaften Gewichtsbegrenzungen vornehmen und Flüge zum Teil ganz gestrichen werden müssen. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass zwischen zehn und 30 Prozent aller Flüge weltweit an heißen Tagen nur beschränkt oder gar nicht abheben können. Das kann zu erheblichen Verspätungen und Flugausfällen führen. 

Wenn sich Luft erwärmt, sinkt ihre Dichte und somit auch ihr Auftrieb an Flugzeugflügeln. Das hat zur Folge, dass Flugzeuge an Hitzetagen weniger Last tragen können und längere Startbahnen zum Abheben benötigen. Anhand von Klimamodellen haben die Forscher für die Jahre 2060 bis 2080 berechnet, welche Auswirkungen die erwartete Hitze haben kann. Für den New Yorker Flughafen La Guardia zum Beispiel kann dies bedeuten, dass an mehr als der Hälfte der Hitzetage Gewichtsbeschränkungen etwa für eine Boeing 737 gelten müssten. Die Landebahnen an diesem Flughafen sind vergleichsweise kurz. In Dubai müssten bei Auftreten von Hitzewellen mehr als 50 Prozent des Tages für bestimmte Flugzeugtypen Gewichtsbeschränkungen gelten.