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naturwind engagiert sich für grüne Gewerbegebiete im Ostseeraum

Gewerbe- und Industriestandorte sollen grün und fit für die Zukunft werden. Interreg-Projekt zur Zertifizierung von "GreenIndustrialAreas" im Ostseeraum.

naturwind beteiligt sich am europäischen Interreg-Projekt „GreenIndustrialAreas“. Ziel ist es, einen einheitlichen Standard zur Zertifizierung grüner Gewerbegebiete im Ostseeraum zu schaffen und so den Wandel zu CO2-neutralen Gewerbe- und Industriestandorten zu fördern. Elf Partner aus Polen, Litauen, Finnland, Lettland, Schweden, Dänemark und Deutschland entwickelten gemeinsam Kriterien und Planungshilfen für grüne Gewerbestandorte und testeten sie in ausgewählten Gebieten. naturwind prüfte die Machbarkeit des Zertifizierungsleitfadens am Pilotstandort Lübesse in Mecklenburg-Vorpommern.

Erneuerbare Energien sind ein Schwerpunktthema

Im Gewerbegebiet Lübesse plant die naturwind-Unternehmensgruppe den Bau einer Power-to-X-Anlage, um mit Windstrom Wasserstoff und daraus synthetische Kraftstoffe zu erzeugen. Zudem soll Energie für die lokale Wärmeversorgung bereitgestellt werden. „Die Nutzung erneuerbarer Energien ist ein Schwerpunktthema von GreenIndustrialAreas, aber es geht auch um Ressourceneffizienz, Versorgungssicherheit, um neue Mobilität und die Nutzung von Synergien in den Industrie- und Gewerbegebieten“, erläutert Franz Oldopp, Projektleiter bei naturwind. Die Pilotstandorte lieferten wertvolle Erkenntnisse zur Anwendung des Zertifizierungsleitfadens. Ein entscheidender Faktor ist die Einbindung lokaler Interessengruppen. In Lübesse erwies sich ein Gewerbegebietsmanager, der mit den Unternehmen kommuniziert, als hilfreich.

„Die Ergebnisse aus den Pilotstandorten zeigen, dass trotz der Unterschiede ein länderübergreifendes Rahmenwerk zur Zertifizierung grüner Gewerbe- und Industriegebiete möglich ist“, sagt Franz Oldopp. Wichtig sei ein flexibler Ansatz bei der Zertifizierung, um den unterschiedlichen Rahmenbedingungen der beteiligten Länder gerecht zu werden. Aufbauend auf den Erkenntnissen aus den Pilotstandorten wird der Zertifizierungsleitfaden nun finalisiert. Bei der Abschlusskonferenz am 25. und 26. November in Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern, werden die Ergebnisse vorgestellt und über Perspektiven für die weitere Umsetzung diskutiert. Ein Beispiel mit Vorbildcharakter: Im lettischen Kaigu Bog entsteht ein grünes Industriegebiet neben einem Windpark. Dort werden nachhaltige Energieerzeugung, industrielle Entwicklung und regionale Wertschöpfung miteinander verknüpft.

Über Interreg
Die Europäische Union (EU) initiierte 1990 Interreg, um die Zusammenarbeit zwischen Grenzregionen auf wirtschaftlicher und soziokultureller Ebene zu fördern. Für 2021 bis 2027 stellt die EU fast 10 Milliarden Euro bereit. Das Projekt „GreenIndustrialAreas“ erhält 2,28 Miollionen Euro aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (ERDF).

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Veränderte Luftströmungen im Umfeld von Windparks führen zu einer stärkeren Durchmischung der unteren Luftschichten. Dies kann nachts einen räumlich begrenzten Erwärmungseffekt in Bodennähe haben. Diesen Effekt nutzen Obstbauern beispielsweise, um Schäden durch späte Nachtfröste im Frühjahr zu minimieren. Das Klima der bodennahen Luftschichten wird als Mikroklima bezeichnet.

Zum Nachlesen:

Lokale mikroklimatische Effekte durch Windkrafträder, Wissenschaftliche Dienste Deutscher Bundestag, 2020

In einer Studie des Umweltbundesamtes wurde die Energy Payback Time, also die energetische Amortisationszeit, von Windenergieanlagen untersucht. Sie lag zwischen 2,5 und 11 Monaten.

Zum Nachlesen:

Abschlussbericht Umweltbundesamt (UBA), Mai 2021: „Aktualisierung und Bewertung der Ökobilanzen von Windenergie- und Photovoltaikanlagen unter Berücksichtigung aktueller Technologieentwicklungen"