mecklenburg-vorpommern

windpark gehlsbach

naturwind plant im nördlichen Bereich des Windvorranggebietes Vietlübbe, zwölf Windenergieanlagen zu errichten. Im Sommer 2025 wurde der Genehmigungsantrag für den „Windpark Gehlsbach“ eingereicht. Gemeinden und Anwohner werden von finanziellen Beteiligungsmodellen profitieren. 

NW_Icon_Baustatus

Projektstatus

Genehmigungsverfahren

Anlagentyp

12 Vestas V-162

Leistung

74,4 MW

Projektpartner

wpd onshore

Aktueller Planungsstand und nächste Schritte

Das Windvorranggebiet 35/25 Vietlübbe wird im aktuellen Raumentwicklungsprogramm Westmecklenburg dargestellt. Das Gebiet wurde 2025 im Zuge der Teilfortschreibung des Kapitels Energie neu ausgewiesen und trägt zur Erreichung der von der Bundesregierung geforderten Flächenziele bei. Danach müssen 1,4 Prozent der Regionsfläche bis 2027 für die Windenergie bereitgestellt werden. naturwind hat bereits im Sommer 2025 die Planungen für den Bau des Windparks Gehlsbach abgeschlossen und den Genehmigungsantrag eingereicht. Im Vorfeld fanden sämtliche Standortprüfungen und Umweltuntersuchungen statt. Die zwölf Anlagen der 6 MW-Klasse sind im nördlichen Bereich des Windvorranggebietes geplant. Mit einer Genehmigung wird 2027 gerechnet. 

So profitieren Gemeinden und Anwohner

Das Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern verpflichtet Windparkbetreiber seit 2016, Kommunen und Anwohner finanziell zu beteiligen. Im März 2026 hat der Landtag ein weiterentwickeltes Beteiligungsgesetz beschlossen, sodass Bürger und Gemeinden künftig noch mehr von Windparks in ihrer Nachbarschaft profitieren. Das neue Gesetz sieht vor, dass 

  • 5.000 Euro je Megawatt installierter Leistung an Gemeinden im 2,5 Kilometer-Umkreis zu zahlen sind. Die Verteilung erfolgt anteilig nach der Fläche innerhalb des Umkreises.
  • Weitere 5.000 Euro je Megawatt sollen die Einwohner im 2,5 Kilometer-Umkreis in Form von Strompreisgutschriften oder Haushaltsdirektzahlungen erhalten.

Neben diesem Standard-Modell können Gemeinden auch alternative Beteiligungsmodelle mit Windparkbetreibern vereinbaren, etwa eine gesellschaftsrechtliche Beteiligung in einer Genossenschaft oder Förderungen für Vereine.

Für den Windpark Gehlsbach wird zunächst das Standard-Modell angeboten. 

Beteiligung der GemeindenInsgesamt 372.000 Euro jährlich, die wie folgt verteilt werden: 

  •  Gemeinde Gehlsbach: 174.096 EUR
  • Gemeinde Ganzlin: 104.532 EUR
  • Gemeinde Kritzow: 83.700 EUR
  • Stadt Plau am See: 9.672 EUR
     

Beteiligung der Anwohner: Weitere 372.000 Euro stehen den Haushalten im Umkreis zur Verfügung. Betroffen sind die Ortschaften Karbow, Vietlübbe, Sandkrug, Wangelin, Wangelin Ausbau, Krim und Schlemmin - zusammen rund 220 Haushalte. Daraus ergibt sich ein jährlicher Strombonus von 1.690 Euro pro Haushalt

Infomesse für Anwohner am 6. Mai in Karbow

Wir laden alle Einwohner der Gemeinde Gehlsbach und des Ganzliner Ortsteils Wangelin zu einem Infonachmittag zur Zukunft der Windenergie in der Gemeinde Gehlsbach ein. An Themenständen informieren wir über Chancen und Auswirkungen unseres Windpark- und Teilhabekonzepts. Die Infostände sind am 6. Mai zwischen 16 und 19 Uhr auf dem Freigelände des Dorfgemeinschaftshauses in Karbow aufgebaut. Kommen Sie gerne jederzeit dazu! Wir freuen uns auf Ihren Besuch. »Einladung als PDF

Standort

Das Windvorranggebiet Vietlübbe liegt im Landkreis Ludwigslust-Parchim zwischen den Orten Vietlübbe (Gemeinde Gehlsbach) und Wangelin (Gemeinde Ganzlin). Das Gebiet ist 246 Hektar groß. 

Faktencheck zur Windenergie

Falsch- und Desinformationen zur Windkraft sind weit verbreitet. Ob nun aus Unwissenheit oder ob falsche Fakten bewusst gestreut wurden, wichtig ist, solche Falschmeldungen (Fake News) zu erkennen. In unserem WINDCHECK haben wir häufige Mythen zur Windenergie entlarvt und falsche oder irreführende Behauptungen richtiggestellt. 

UNSERE LEISTUNGEN

Standortprüfung
Flächensicherung
Projektierung
Genehmigungsverfahren

Weitere Windparks von naturwind

Windpark Siggelkow-Redlin

Windpark Kladrum

Windpark Dargelütz

Veränderte Luftströmungen im Umfeld von Windparks führen zu einer stärkeren Durchmischung der unteren Luftschichten. Dies kann nachts einen räumlich begrenzten Erwärmungseffekt in Bodennähe haben. Diesen Effekt nutzen Obstbauern beispielsweise, um Schäden durch späte Nachtfröste im Frühjahr zu minimieren. Das Klima der bodennahen Luftschichten wird als Mikroklima bezeichnet.

Zum Nachlesen:

Lokale mikroklimatische Effekte durch Windkrafträder, Wissenschaftliche Dienste Deutscher Bundestag, 2020

In einer Studie des Umweltbundesamtes wurde die Energy Payback Time, also die energetische Amortisationszeit, von Windenergieanlagen untersucht. Sie lag zwischen 2,5 und 11 Monaten.

Zum Nachlesen:

Abschlussbericht Umweltbundesamt (UBA), Mai 2021: „Aktualisierung und Bewertung der Ökobilanzen von Windenergie- und Photovoltaikanlagen unter Berücksichtigung aktueller Technologieentwicklungen"