brandenburg

windpark wulkow-trebnitz

Im Windeignungsgebiet Wulkow-Trebnitz in der Gemeinde Neuhardenberg beginnt im Frühjahr 2022 der Bau von neun Windenergieanlagen, für die naturwind Potsdam Ende 2020 die Genehmigung erhalten hat. In Zusammenarbeit mit den ansässigen Landwirten wurde das Projekt so geplant, dass es den Ansprüchen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung sowie den Zielen des Klimaschutzes genügt. Die Gemeinde und ihre Einwohner werden von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Natur und Landschaft profitieren, u. a. wird unser Projektpartner EnBW zwei alte Hochsilos abreißen. Ferner erhalten Kommunen im Drei-Kilometer-Umkreis zusammen 90.000 Euro pro Jahr nach dem Windenergieanlagenabgabengesetz des Landes Brandenburg.

 

NW_Icon_Baustatus

Projektstatus

Bauvorbereitung

Anlagentyp

9 Vestas V 150

Leistung

37,8 MW

Projektpartner

EnBW, wpd onshore

Was bisher geschah und nächste Schritte

2018 hat die Planungsregion Oderland-Spree das 74 Hektar große Windeignungsgebiet Wulkow-Trebnitz ausgewiesen. Die naturwind Potsdam hat hier bereits seit 2010 den Bau und Betrieb von neun Windenergieanlagen der 4 MW-Klasse geplant und dafür 2019 ein Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz mit freiwilliger Umweltverträglichkeitsprüfung eingeleitet. Ende des Jahres 2020 hat naturwind den Genehmigungsbescheid erhalten. Im Frühjahr 2021 erhielten die beiden künftigen Betreiber - EnBW und wpd onshore - jeweils auch einen Zuschlag der Bundesnetzagentur nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG). Im zeitigen Frühjahr 2022 soll nun mit dem Bau des Windparks Wulkow-Trebnitz begonnen werden. Los geht es mit dem Wegebau. Die Türme der Windenergieanlagen werden voraussichtlich ab Herbst 2022 errichtet. Die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2023 geplant.  

Die Windenergieanlagen werden mindestens 1.000 Meter Abstand zu sämtlichen Siedlungsgebieten, auch Einzelgehöften, im Umkreis haben. Immissionsschutzrechtliche und naturschutzfachliche Untersuchungen haben ergeben, dass das Projekt keine schädlichen Umweltauswirkungen verursacht. 

Standort

Das Windeignungsgebiet Wulkow-Trebnitz befindet sich im Landkreis Märkisch-Oderland in der Gemeinde Neuhardenberg, südlich des Ortsteils Wulkow und nördlich der Ortschaft Trebnitz (Stadt Müncheberg).

Porträt Marion Rosinus

Weitere informationen

„Windkraft-Euro“ für Gemeinden in Brandenburg

Jedes neu gebaute Windrad im Land Brandenburg soll Geld in die Kassen umliegender Gemeinden spülen. Der so genannte Windkraft-Euro - seit 2020 Gesetz in Brandenburg - sieht vor, dass Kommunen im Umkreis von drei Kilometern jährlich 10.000 Euro pro Windrad erhalten. Die zusätzlichen Einnahmen für die Gemeinden sollen nicht in die Berechnung der Kreisumlage und andere Ausgleichszahlungen eingerechnet werden. Das Geld soll zweckgebunden für die Aufwertung des Ortsbildes, für Kultur, Bildung und kommunale Veranstaltungen verwendet werden.

 

 

Nach Mecklenburg-Vorpommern ist Brandenburg das zweite Bundesland, das Beteiligung an der Windenergie per Gesetz regelt. Branchenvertreter forderten allerdings seit geraumer Zeit eine bundesweit einheitliche Regelung. Diese wurde nun mit dem EEG 2021 zum Teil geschaffen. Auf freiwilliger Basis können Betreiber von Windenergieanlagen Gemeinden im 2,5-Kilometer-Umkreis mit bis zu 0,2 Cent je erzeugter Kilowattstunde Strom beteiligen. Wie beide Regelungen (Windkrafteuro und EEG) künftig korrespondieren, muss derzeit noch geklärt werden. 

UNSERE LEISTUNGEN

Standortprüfung 100%
Flächensicherung 100%
Projektierung 100%
Genehmigung 100%

Das Windprojekt Wulkow-Trebnitz hat naturwind beharrlich über zehn Jahre verfolgt und insbesondere die regionalplanerische Entwicklung erfolgreich begleitet.

Marion Rosinus, Projektleiterin

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