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Ausgleichsmaßnahme für Windpark Alt Zachun: Aus Ackerland wird Wald

Trotz Baustopps für den Windpark Alt Zachun betreibt naturwind Erstaufforstung im Revier Kirch Jesar.

Für den Windpark Alt Zachun wurde eine der ersten Ausgleichsmaßnahmen vor wenigen Tagen, trotz Baustopps für den Windpark, abgeschlossen. Zwischen Kirch Jesar und Bandenitz wurden auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche Tausende Bäume und Sträucher aufgeforstet. Diese Maßnahme stärkt die Mischwaldpopulation in dem ansonsten von Nadelbäumen geprägten Forstrevier Kirch Jesar und trägt zur Stärkung der Artenvielfalt bei.

Im Zuge des Genehmigungsverfahrens für den geplanten Bau von Windenergieanlagen zwischen Sülstorf, Holthusen, Alt Zachun und Bandenitz wurde als eine Ausgleichsmaßnahme die Erstaufforstung einer ca. ein Hektar großen landwirtschaftlichen Fläche nördlich von Kirch Jesar festgelegt. „Wir haben uns trotz des Baustopps für den Windpark Alt Zachun und in Abstimmung mit dem zuständigen Forstamt sowie den Flächeneigentümern entschieden, die geplante Ausgleichsmaßnahme jetzt wie geplant umzusetzen“, sagt naturwind-Sprecherin Claudia Röhr. Nach der Klage eines Anwohners gegen den Genehmigungsbescheid für den Windpark prüft das Oberverwaltungsgericht Greifswald gegenwärtig, ob Verfahrensfehler in der Genehmigungsphase aufgetreten sind. Eine Entscheidung steht weiterhin aus. Parallel dazu hat naturwind zusammen mit dem Projektpartner, der mea Energieagentur Mecklenburg-Vorpommern, ein Tochterunternehmen der WEMAG-Unternehmensgruppe, einen zweiten Bauantrag zur Errichtung des Kommunal- und Bürgerwindparks gestellt. 2015 war bereits mit dem Wegebau und der Errichtung von Kranstellflächen im Windparkgebiet begonnen worden.

Die Fläche wurde eingezäunt, um die jungen Bäume vor Verbissschäden durch Wild zu schützen

Sven Seifert vom zuständigen Forstamt in Jasnitz hat die Ausgleichsmaßnahme zusammen mit dem Kirch-Jesarer Revierförster Gunnar Horack geplant und durchgeführt. „Auf den kargen Böden ist Ackerbau kaum wirtschaftlich darstellbar. Es war deshalb auch der Wunsch der Flächeneigentümer, hier aufzuforsten“, sagt Sven Seifert. Vor der Erstaufforstung wurden Bodenuntersuchungen durchgeführt, um für diesen Standort geeignete Pflanzen zu wählen. Im Forstrevier Kirch Jesar dominieren Kiefern. Ziel ist es, diesen Nadelwaldbestand künftig durch Mischwald struktur- und artenreicher zu gestalten. So wurden auf der Ausgleichsfläche jetzt 3.500 Sandbirken gepflanzt, ergänzt u.a. um Winterlinden, Ebereschen und Traubeneichen sowie Sanddorn-, Schlehdorn- und Weinrosensträucher sowie einige Eiben. „Die Kiefer wird sich hier von allein aussäen, sodass wir hier in 20, 30 Jahren einen schönen Mischwald haben“, sagt Forstingenieur Sven Seifert. Zum Schutz der jungen Pflanzen vor Wildtieren wurde die neue Waldfläche eingezäunt. Eigens aufgestellte Greifvogelsitzstangen sollen die Mäusepopulation klein halten. Hier, nördlich von Kirch Jesar, wechseln sich Kiefernbestände, Acker- und Grünland sowie wenige Mischwaldbestände ab. „Der neue Wald wird ein weiterer Trittstein zur Lebensraumvernetzung sein“, sagt Sven Seifert. Fünf Jahre lang wird die Landesforst die Kulturpflege übernehmen. Die Kosten für die Erstaufforstung trägt der Windpark-Betreiber im Rahmen der vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen für den Windpark Alt Zachun.

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