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Mehr Toleranz von Bürgern für die Windenergie gefordert

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie sowie der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes fordern mehr Toleranz von Bürgern für die Windenergie.

Für den Umbau des Energiesystems müssen auch die Bürger einen Preis zahlen. Das sagt der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Dieter Kempf, angesichts der aktuellen Flaute in der Windenergie und der Proteste gegen Windenergieanlagen und etwa Strommasten. Es dürfe nicht das Prinzip gelten: „nicht in meinem Hinterhof“, sagte Kempf der Deutschen Presse-Agentur. „Zur Förderung des Gemeinwohls muss auch schon mal auf individuelle Interessen verzichtet werden. Wenn jeder nur an sich denkt, bleibt das Gemeinwohl auf der Strecke, weil verbindende Ziele fehlen“, so Kempf.

BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf fordert: Zur Förderung des Gemeinwohls muss auf individuelle Interessen verzichtet werden.

Der Ausbau der Windkraft in Deutschland ist 2019 fast zum Erliegen gekommen, weil es lange Genehmigungsverfahren und viele Klagen gibt. Der Industriepräsident appelliert auch, dass es nicht sein könne, dass zahlenmäßig überschaubare Bürgerinitiativen notwendige Vorhaben über Jahre in die Länge ziehen und dass Bürgerinitiativen bestimmen, wohin die Reise geht, während die Allgemeinheit schweigt. Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen. 2019 waren es nach Zahlen des BDEW 43 Prozent.

Der Bürger muss selber verstehen, dass er Teil der Energiewende ist und dass er bestimmte Dinge auch zu tolerieren hat.“

Uwe Brandl, Präsident Deutscher Städte- und Gemeindebund

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Einführung eines von der SPD vorgeschlagenen „Windbürgergelds“ fordert auch der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Uwe Brandl, mehr Toleranz von Bürgern zum Thema Windenergie. Der Bayrische Rundfunk zitiert Brandl: „Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft, in einem Rechtsstaat, der natürlich auch die Sozialpflichtigkeit der Bürger kennt. Das heißt: der Bürger muss selber verstehen, dass er Teil dieser Energiewende ist und dass er bestimmte Dinge auch zu tolerieren hat.“ Der bayrische Politiker rät deshalb auch von einem „Windbürgergeld“ ab. Das führe letztlich nur dazu, dass die, die am lautesten schreien, mit Steuergeldern bedient werden.

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