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Ausbau der Windkraft massiv eingebrochen

Bis Ende September wurden so wenige Windräder wie lange nicht gebaut. Es fehlen Genehmigungen für neue Anlagen und ausgewiesene Eignungsflächen.

Der Ausbau der Windenergie in Deutschland ist in den ersten neun Monaten des Jahres massiv eingebrochen. Laut Informationen der Fachagentur Windenergie an Land wurden bis Ende September lediglich 148 Anlagen mit einer Leistung von 507 Megawatt registriert. Das sind nicht einmal 20 Prozent der durchschnittlich installierten Leistung der vergangenen Jahre. Ein Grund: Genehmigungen für neue Anlagen sind laut der Analyse der Fachagentur im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt um 47 Prozent zurückgegangen. Die Windenergiebranche leidet zudem unter zu wenig ausgewiesenen Flächen und vielen Klagen von Bürgerinitiativen und Naturschutzverbänden. 

Die Bundesregierung hat das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 65 Prozent zu steigern, gegenüber zuletzt 44 Prozent. Die große Koalition plant zur Akzeptanzsteigerung einen pauschalen Mindestabstand von Windrädern zu Siedlungen von 1.000 Metern, was nach Meinung vieler Branchenvertreter die Krise in der Windkraft weiter verschärfen wird.

Erst vor wenigen Tagen hat der Windkraftanlagen-Hersteller Enercon angekündigt, aufgrund des Markteinbruchs in Deutschland 3.000 Arbeitsplätze abzubauen. Aufgrund der Insolvenz des Anlagenherstellers Senvion werden weitere Jobs in Deutschland verloren gehen. Laut einer Analyse der Beratungsfirma Prognos drohen 27 Prozent der Jobs in der Windkraftbranche bis 2030 wegzubrechen. Derzeit sind rund 64.000 Menschen in der Onshore-Windenergie tätig. 

Neu installierte Windenergieleistung (brutto) nach jeweils neun Monaten; Daten: BNetzA, ÜNB (01-07/2014), Auswertung und Grafik: FA Wind

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